Geschichte

Geschichte des Traditionsvereins Blaue Elf Linz

KM 1940
 
20. Juni 1931:

Vereinsgründung unter dem Namen “Blue Star“ auf dem Gelände der Neuen Welt, wo heute der „basar“ sein Lager hat.

 

1932:

Die jungen Blue Star Spieler belegen den 2. Platz in der Meisterschaft.

 

1934:

Aufgrund der politischen Lage wird aus Blue Star der SK Blaue Elf.

 

1935:

Der eigene Sportplatz in der Schumannstraße wird in Betrieb genommen.

 

1937-1938:

Nach vielen sportlichen Rückschlägen kommt es zur Zwangsfusion mit den Vereinen SVK und Donau. Die Blaue Elf hört zu existieren auf und die Vereinskasse wird beschlagnahmt.

 

1946:

Am 18. Juni kann die Neugründung der Blauen Elf gefeiert werden, obwohl kein eigener Fußballplatz zur Verfügung steht. Er ist dem Krieg zum Opfer gefallen.

 

1948:

Die Blaue Elf tritt dem ASKÖ bei und wird provisorisch Untermieter beim ATSV Kleinmünchen.

 

1951:

Vorarbeiten zum Sportplatzbau auf dem heutigen Gelände, das zu diesem Zeitpunkt noch ein riesiges, verwüstetes Areal darstellt.

 

1953:

Eiserner Wille, Fleiß, Ausdauer und Opferbereitschaft machen es möglich, dass bereits die Einzäunung des Geländes erfolgen kann.

 

1954:

Der Rasen wird gesät und Sträucher werden gepflanzt.

 

1955:

Die gute Nachwuchsarbeit trägt Früchte: Vier Spieler kommen zu Teamehren in der oberösterreichischen Jugendauswahl.

 

1956:

Feierliche Eröffnung des neuen Fußballplatzes am 3. August.

 

1960:

Abstieg der Kampfmannschaft in die 2. Klasse. Die Nachwuchsarbeit beginnt aber zu blühen.

 

1961:

Bei der 30-Jahrfeier am 20. Juni wird mit Stolz die Fertigstellung der Sportanlage verkündet.

 

1966-1967:

Die Jugendmannschaft kann in diesen beiden Jahren sensationell die oberösterreichische Fußballmeisterschaft gewinnen.

 

1967:

Generationenwechsel in der Vereinsleitung. Eröffnung des Johann-Groiß Sportheimes. Die Schülermannschaft holt den Meistertitel und gewinnt den Stadtcup.

 

1969:

Die Flutlichtanlage auf dem Trainingsfeld wird in Betrieb genommen.

 

1970:

Ein arbeitsintensives Jahr: Viele Renovierungen und Neuanschaffungen stehen an. Die Tribüne kann überdacht und eine Matchuhr installiert werden.

 

1971:

Der Schwerpunkt in diesem Jahr liegt bei den Vorbereitungen zur 40-Jahrfeier.

 

1971-1972:

Eine sportlich sehr erfolgreiche Zeit mit hohen Siege und vielen Toren. Nachwuchsspieler Manfred Schill, der später in der Bundesliga spielt, wird mit 47 Treffern Torschützenkönig.

 

1972-1973:

Ein für den Verein gigantisches und unrealisierbar erscheinendes Projekt kommt zur Kommissionierung: Bau einer Halle und Kabinen, Ausbau der Kantine, Errichtung einer Platzwartwohnung und einer Tennisanlage (Kostenvoranschlag: 4,35 Mio. Schilling).

 

1973:

Die Visionäre der Blauen Elf beginnen das Megaprojekt, das sogar für Schlagzeilen in der Presse über den Blaue-Elf-Idealismus sorgt, schrittweise zu realisieren. Am 23. Juni 1973 wird die Sektion Tennis aus der Taufe gehoben.

 

1974:

Obmann Johann Hospodar wird für seine Verdienste um den Verein das Sportehrenzeichen der Stadt Linz verliehen.

 

1975:

Der Kampf um den Meistertitel ist in diesem Jahr ein sportlicher Thriller. Die Blaue Elf gewinnt punktegleich mit dem Tabellenzweiten Union Weißkirchen aufgrund des besseren Torverhältnisses zum ersten Mal die Meisterschaft.

 

1977:

Der Verein erhält einen neuen Namen: ASKÖ Blaue Elf Linz. Eine weitere Sparte wird gegründet: Die Sektion Stockschützen. Das Hausfrauenturnen wird ins Leben gerufen.

 

1978:

Die Sensation ist perfekt. Der ASKÖ Blaue Elf Linz steigt nach drei Titelgewinnen in Folge in die höchste oberösterreichische Spielklasse (1. Landesliga) auf. Im Juni wird das Eröffnungsturnier der Stockschützen ausgetragen, bei dem unter 54 Teilnehmern der hervorragende 4. Platz erreicht wird. Im Zuge der Emanzipation gibt es nun auch ein Damen-Stockschießen. Die Sparte Tennis erreicht in diesem Jahr Platz 4 bei den oberösterreichischen Meisterschaften. Wilhelm Pedak nimmt die Vereinskantine im Johann-Groiß-Heim in Pacht und führt sie, nach diversen Umbauten, unter dem Namen Restaurant “Stadt München” weiter.

 

1979:

Nach sechsjähriger Bauzeit, bei der ungefähr 23.000 freiwillige und unbezahlte Arbeitsstunden geleistet wurden, kann die Fertigstellung und Eröffnung der erweiterten Sportanlage gefeiert werden.

 

1980:

Eine turbulente Zeit aus sportlicher Sicht: Die Kampfmannschaft muss den Rückweg in die 2. Landesliga Ost antreten. Auf der Sportanlage ist wieder manuelle Schwerstarbeit zu leisten. Der Fußballplatz bedarf einer größeren Sanierung. Die Stockschützen verzeichnen einen erfreulichen Mitgliederzuwachs von 29 auf 35. 76 Turniere werden ausgetragen und 22 Pokale zieren das Vereinslokal.

 

1981:

50-Jahrfeier mit einem Festakt in der Sporthalle am 4. Oktober.

 

1981-1982:

Großen Anklang finden die in unserer Halle ausgetragenen Miniknaben-Turniere, die mit 29 teilnehmenden Vereinen eine Rekordnennung verzeichnen. Die Kampfmannschaft steigt in dieser Saison leider von der 2. Landesliga Ost in die Bezirksliga ab. Eine Damenfußballmannschaft etabliert sich endgültig und holt auf Anhieb den Herbstmeistertitel 1982 in der Damen-Landesliga durch Siege in allen sieben Spielen. Tordifferenz 33:2. Sehr aktiv und erfolgreich übt auch die Sparte Tennis ihren Sport aus.

 

1983-1984:

Die Damenmannschaft schlägt sich weiter ausgesprochen erfolgreich: 2. Platz 1982/83, Meistertitel 1983/84. Sportstatistik Tennis: 10 Siege – 12 Niederlagen. 1984 – Nach einstimmigem Vorstandsbeschluss wird unsere Sporthalle zum Linzer Squashcenter umgebaut.

 

1985-1986:

Die Stockschützen verzeichnen einige Einzelmeistertitel sowie zahlreiche Spitzenplätze bei Mannschaftsbewerben. Auch die neu etablierte Sportart Squash bringt dem Verein schöne Erfolge.

 

1987-1989:

Der Verein muss eine schwere Zeit durchschreiten. Vorstand und Funktionäre haben diverse Probleme personeller Natur. 1988 feiert die Sektion Tennis ihr 15-jähriges Bestehen mit Gästen aus Stuttgart. Nach nur fünfjährigem Bestand der Sparte Squash holen die Männer im Frühjahr den Landesmeistertitel. Die Kampfmannschaft steigt im Sommer 1989 von der Bezirksliga Ost ab.

 

1991-2000:

An der Tennisanlage und der Squashhalle stehen Sanierungsmaßnahmen auf dem Programm. Zur Freude der Fußballer wird auch eine Waschanlage für die Fußballschuhe gebaut. In den 90er-Jahren hat das Turnen, vor allem das Kinderturnen, den größten Zulauf. Neben dem allgemeinen Turnbetrieb legt diese Sparte auch großen Wert auf gemeinschaftsfördernde Aktivitäten (Wandertage, Lagerfeuer, Ferienlager usw.). Die Geräteturnerinnen der Blauen Elf schaffen es, der leistungsstärkste ASKÖ-Verein in Oberösterreich zu werden. Eine Vereinszeitung wird gegründet: „Blaue Elf Aktuell“. Erneut muss saniert und erweitert werden. Der Förderungsantrag im Umfang von 3,3 Mio Schilling wird der Stadt und dem Land vorgelegt und im Rahmen des Sportstätten-Sanierungsprogramms auch genehmigt (Innenausstattung Halle, Erneuerung der Heizung und der Hallenbeleuchtung, Zaunrenovierung, Errichtung von Ballfangnetzen, Flutlichtanlage auf dem Hauptfeld, Sanierung der Sitzplatzüberdachung usw.). Die Squashhalle wird im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wieder in eine Turn- und Sporthalle umgebaut. Von April bis Mai 2000 wird die Stockbahn im Rekordtempo überdacht.

 

2001-2011 :

Dieses Jahrzehnt steht erneut im Zeichen eines großen Sanierungs- und Bauvorhabens. Die Südseite unserer Anlage ist an der Reihe. Das Trainingsfeld kann nach langwierigen und komplizierten Bauverhandlungen (sogar ein Baustopp wird verhängt) vergrößert und mit einer automatischen Bewässerungsanlage ausgestattet werden. Leider wird unser ursprüngliches Vorhaben, einen Kunstrasenplatz anzulegen, durch das Veto der Politik verhindert. Im Zuge der Sanierung des Trainingsfeldes wird eine optisch sehr reizvolle Steinschlichtungsmauer errichtet. Aus sportlicher Sicht gibt es beim Fußball-Nachwuchs in diesem Jahrzehnt etwa 15 Meistertitel und viele gute Leistungen. Die Kampfmannschaft steigt 2010 in die 2. Klasse ab, schafft aber ein Jahr später den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Klasse. Vom 23.-26. Juni 2011 feiert der Verein vier Tage lang mit einer großen und abwechslungsreichen Festveranstaltung sein 80-jähriges Jubiläum.

 

2014:

Die Kampfmannschaft belegt den ersten Platz und schafft somit den Aufstieg in die 1. Klasse Mitte. Im Sommer wurden die Vereinsstrukturen entscheidend adaptiert, neue Kräfte bestimmen nun das Geschehen!